Sie haben in naher Zukunft ein Bewerbungsgespräch?
Schon unsere Ahnen in der Steinzeit konnten ein Lied davon singen und rauften sich die Haare.
Und dies, obwohl zur damaligen Zeit nur die Berufsgruppen der Jäger und Sammler zur Verfügung standen.
Wenn Sie also Karriere machen wollen, sollten Sie die Fehler der Steinzeitmenschen nicht wiederholen. In folgendem Web-Video finden Sie den Beweis.
Der Arbeitssuchende Steinzeitmensch im Video-Clip würde nur allzu gerne Karriere machen und fühlt sich bereit für “etwas größeres”. Daraufhin fragt ihn der zuständige Personalchef, wo er sich denn wohl in 50 Monden sehen würde. Unglücklicherweise hat der Chef des Steinzeitunternehmens aber nun auch noch über das vorzeitliche Soziale Netzwerk (Social Media) Facebook “unplugged” recherchiert und in Erfahrung gebracht, das der ehemalige Chef des Arbeitssuchenden kein gutes Zeugnis über ihn abgelegt hat.
Schlechter kann es wohl kaum noch kommen.
In diesem Sinne:
Vermeiden Sie Fehler aus der Steinzeit.
Der Zentralverband des Handwerks (ZDH) hat seinen – erst am vergangenen Samstag erstmals in Fersehen und Kino ausgestrahlten Werbefilm – aufgrund zahlreicher Zuschauerproteste, die die Werbung im Anschluss an die Fernsehnachrichten aus dem Katastrophengebiet des Haiti-Erdbebens offensichtlich als geschmacklos angesehen haben, eingestellt.
[...] „Am vergangenen Wochenende hat das Handwerk eine groß angelegt, bundesweite Imagekampagne gestartet. Unter dem Claim „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ thematisiert die auf fünf Jahre angelegte Kampagne Größe, Innovationskraft, Vielfalt und Lebensnähe des Handwerks.
Viel Beifall hat der TV-Spot zur Imagekampagne gefunden. Er zeigt mit eindrucksvollen Bildern die Bedeutung des Handwerks für unsere Gesellschaft. Nach und nach löst sich all das auf, was vom Handwerk geschaffen wurde – handwerkliche Leistungen, ohne die unsere moderne Zivilisation nicht denkbar ist. In der Darstellung wird niemand verletzt, nichts zerstört. Dennoch gab es gegenüber den Sendeanstalten auch Kritik von Zuschauern, die offensichtlich den Film unmittelbar mit Nachrichtenbildern aus dem Erdbebengebiet Haiti verbunden hatten. Wir haben daher bis auf weiteres die Ausstrahlung des Spots ausgesetzt. Die weiteren Maßnahmen der Imagekampagne werden wie vorgesehen eingesetzt. [...]
In dem Werbefilm mit dem Titel «Was wäre die Welt ohne das Handwerk» (Teil der 50 Millionen Euro teuren Imagekampagne) versinkt Berlin in Schutt und Asche. Sämtliche Gegenstände unserer modernen Zivilisation zerfallen zu Staub und katapultieren die Einwohner Berlins in die Steinzeit zurück. Dort angekommen sind die neuen – und nackten – Steinzeitmenschen noch nicht einmal in der Lage ein einfaches Feuer zu entfachen.
Schaut man sich einige Mitmenschen Berlins näher an, so könnte dies in der Tat auch so eintreffen. Wer weiß in der heutigen Zeit schon – außer Rüdiger Nehberg – welche Äste sich fürs Feuer machen so eignen?
Bemerkenswert ist auch der Claim der Imagekampagne (siehe Pressemitteilung), der hier – der Bedeutung halber – nochmals aufgeführt werden soll.
„Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“
In diesem Sinne:
Sie wissen schon… Die Wirtschaftsmacht von nebenan.
Sensationsfund!
Wie das Fachmagazin Nature mitteilt, haben Wissenschaftler im Alb-Donau-Kreis (Baden-Würtenberg) schon September 2008 in der Höhle „Hohle Fels“ bei Schelklingen die wohl ältestete Venus der Welt gefunden.
Das Alter der nur 6cm großen, 33 Gramm schweren und aus Mammut-Elfenbein bestehenden Venus wird auf ca. 35.000 bis 40.000 Jahre geschätzt. Auffallend an der sehr detailiert geschnitzten Figur sind die Geschlechtsorgane. Übergroße Brüste, ein ausgeprägtes Gesäß und eine stark vergrößerte Vulva stehen im schroffen Gegensatz zu Armen und Beinen die kaum ausgearbeitet und stark verkürzt sind. Anstelle eines Kopfes besitzt die Figur einen geschnitzten Ring welcher die Interpretation erlaubt, das sie möglicherweise als Anhänger getragen wurde.
In einem “Nature” Kommentar schreibt der US-amerikanische Archäologe Paul Mellars dazu, das die explizite Darstellung der Venus, nach heutigen Maßstäben, schon fast an Pornografie grenzen würde.
Für mich persönlich interessant ist aber aufs neue der Hinweis das, wer suchet auch zu finden vermag. Das älteste – sich bei mir in näherer Umgebung befindliche – Zeugnis einer Besiedlung ist ein etwa 4.000 Jahre altes neolithisches Steingrab, welches 1937 freigelegt wurde. Und die, die uns das hinterlassen haben, müssen ja auch irgendwas geschnitzt haben.